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Vertigo

Remember when I posted photos of the Shanghai Financial Center? That iconic skyscraper that looks like a bottle opener:

SWFT

Well, they are building an even bigger skyscraper next to it. When I was in Shanghai it was just an empty construction site. Now it’s almost finished.

And here’s some Russian guys climbing it:

shanghai_tower_climb

Weiteres Shanghai-Blog

Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir ist ebenfalls dem Ruf des gro├čen Abenteuers gefolgt und hat bei Pixomondo Shanghai angeheuert. Sein Blog mit vielen Fotos findet sich unter lazlogonzalez.blogspot.com.

Bildfehler update

I finally managed to update my portfolio site at www.bildfehler.de with some stuff I did in the past 12 months. It’s in German but it’s got little text anyways. Check it out ­čÖé

Unfortunately I can’t show any imagery from my involvements on Ninja Assassin and Polanski’s Ghostwriter. Instead, there’s two new commercials, one for Mingr (posted previously on my blog) and a full CG car commercial for Infiniti:

And finally some frames from my main Shanghai project, a 10 minute motion ride for General Motor’s EXPO pavilion. It was shot on RED for the 4K horizontal resolution and featured lots of full-CG panoramas of a future version of Shanghai as well as lots of integration of greenscreen people into CG cars. I was involved in setting up the pipeline, leading an international comp team and developing the warm look of the CG scenes. Compositing was done in Nuke. It involved heavy use of projections to fit people into CG camera moves that went further and further away from what was shot. Also, mimicking real-life lens-flares was a fun task ­čÖé

Thanks to all people involved! One of our shading artists, Markus Graf, has posted a short reel of final as well as not-so-final scenes on YouTube:

Mingr TV commercial

Here’s the video for the Chinese Mingr commercial I did at Pixomondo Shanghai last year.

Tasks: compositing lead, art direction, set supervision

Enjoy!

The Big Picture

“The Big Picture”, Boston’s awesome photo blog, has some great shots of the upcoming Expo and of Shanghai. Check it out!

Schn├Âsel in Shanghai

Gerade lese ich “In China essen sie den Mond”, den Shanghai-Erfahrungsbericht der Stern-Autorin Miriam Coll├ęe. Er beginnt temporeich und lustig. Das ├ťberw├Ąltigtsein in Anbetracht der fremden Kultur, die ├╝ber der kleinen Familie (Vater Mutter Tochter) zusammenschwappt, der pure Wahnsinn, den man als Neuank├Âmmling an jeder Stra├čenecke erlebt – all das kommt sehr gut r├╝ber.

Die Autorin erlebt Shanghai nat├╝rlich komplett anders als ich, denn ihre ganze kleine Familie zieht mit Sack und Pack um, und es geht um Wohnungssuche, Wohnungsreperaturen, Kindergartenpatzsuche usw… Man hat zwar das Gef├╝hl, dass hier und da ein bisschen ├╝bertrieben wurde, doch das habe ich in meinem Reisebericht dem Erz├Ąhltempo zu liebe ja ebenfalls gemacht.

Man m├Âchte meinen, der Familie passieren nur Ungl├╝cke. Das WC gibt den Geist auf, Plastikteile brechen, Eisenteile rosten, Nachbarn nerven. Und schon bald f├Ąngt das hysterische Geschreibsel an zu nerven, da es stellenweise mehr ├╝ber das Leben einer Hamburger Medienschn├Âsel-Familie aussagt als ├╝ber das Leben in Shanghai. Die Mutti-Mischung aus ├ľkos, Yuppis und “normalen Menschen” vor dem Expat-Kindergarten bezeichnet die Autorin doch allen Ernstes als “von allem etwas dabei”. Kein Wunder, denn als “normaler Mensch” muss f├╝r sie wohl auch ihr Gatte gelten, der sich allen ernstes weigert, Chinesisch zu lernen, da der Singsang der Sprache f├╝r ihn – haltet euch fest – “tuntig” klingt. Die meiste Zeit scheint er auch damit zu verbringen, seinem Porsche hinterher zu weinen, den er in seiner Hamburger Alstervilla stehen lassen musste. Ihn kann auch sein Fahrer mit der Gro├čraumlimousine nicht tr├Âsten, den er f├╝r nen Appel und ‘n Ei zur Verf├╝gung gestellt bekommen hat.

Der absch├Ątzige Ton, mit dem die Autorin alles unterlegt, f├Ąngt schnell an zu nerven. Die Essst├Ąbchensteuer mit der der enorme Verbrauch von h├Âlzernen Wegwerfst├Ąbchen einged├Ąmmt werden soll (an sich ja eine der vielen interessanten Informationen in ihrem Buch) gilt ihr nur als “putziger” Umweltschutzversuch. Die sp├Ąrlich bekleideten asiatischen Teenie-Girlies sind allesamt “Luder”. Mehrmals erw├Ąhnt sie die Angst, ihre blonde Tochter w├╝rde entf├╝hrt oder gemeuchelt werden.

“Meine G├╝te!” m├Âchte man der guten Frau zurufen, “H├Ąttest du dich halt einmal bei Google informiert, bevor du deine Familie umsiedelst!” – oder zumindest nicht die Ratschl├Ąge von Leuten ignoriert, die schonmal dort waren. Oder vorher schonmal ein fremdes Land au├čerhalb eines 4-Sterne-Hotels besichtigt. Stattdessen wird der Leser Zeuge des zunehmenden Nervenzusammenbruchs der Autorin, die nat├╝rlich nicht auf mangelhafe Sanit├Ąreinrichtungen und dilletantisch installierte Klimaanlagen vorbereitet war. Erst als sie 60-Euro-Wein in einem Nobelrestaurant genie├čt ist sie wieder stolz und gl├╝cklich auf ihr Leben in Shanghai.

Solche “Kulturbotschafter” haben uns gerade noch gefehlt. Selten hatte ich beim Lesen eines Buches das Bed├╝rfnis die Autorin zu ohrfeigen: Die Grundvorraussetzung f├╝r interkulturelles Verst├Ąndnis, das Treiben in einem fremden Land nicht als falsch sondern neutral als “anders” zu betrachten, geht ihr ab. (Ja, ich wei├č dass auch Frau Coll├ęe das hier lesen kann, wenn Sie danach googelt…).

Ich werde ihr Buch dennoch zu Ende lesen. Vermutlich kommt im dritten Akt dann noch der Katharsis-Moment und zum Gl├╝ck ist den Chinesen egal, was die Langnasen denken.

Anlage A: Ein professionellerer Verriss des Buches beim hessischen Rundfunk ­čÖé

Fazit

So, das Shanghai-Tagebuch wird zugeklappt. Soll ich nun also ein Fazit ziehen? Gar ein Urteil ├╝ber China abgeben?

Eigentlich muss der geneigte Leser schon selbst hinfahren. ┬áKlar ist, dass ich mit Shanghai nur einen nichtrepresentativen Teil Chinas kennengelernt habe, einen sehr westlichen. Selbst in Peking geht es – Kollegen zu Folge – bereits ganz anders zu. Und selbst Shanghai hat sich so enorm ver├Ąndert in den letzten Jahren, dass einer Ex-Shanghainesin ihre Geburtsstadt fremd vorkam, als sie die Fotos in meinem Blog gesehen hat, besonders die von Pudong.

Man ├╝berpr├╝ft eine Menge Klischees und Dogmen mit denen man als Westler sein leben lang “indoktriniert” wurde. Die Chinaberichterstattung und deutschen Medien erscheint minderwertig. Zeig ein paar Bilder von der chinesischen Mauer, von einem Parteikongress und von einer bedrohlichen Milit├Ąrparade, fertig ist das Urteil. Die neue rote Gefahr. Nat├╝rlich funktioniert das hier in China andersrum genauso. Auslandsnews sind ein Handshake von Obama, ein Glatteis-Unfall von Air Berlin, und etwas ├╝ber den Klimagipfel, in dem bestimmt die chinesische Herangehensweise als gro├če L├Âsung verkauft wurde (so wie bei uns eben immer die Welt am deutschen Vorschlag genesen soll).

Die Vorstellung, nur in einer demokratischen Gesellschaft sei Wirtschaftswachstum und Fortschritt m├Âglich, entpuppt sich in China als falsch. Ein amerikanischer Kollege reibt sich die Augen, er f├╝hlt sich in Shanghai freier als in L.A., wo st├Ąndig Polizei- und Milit├Ąrhubschrauber ├╝ber ihm kreisen. Nat├╝rlich sehe ich als westlicher Tourist nur einen Ausschnitt. Man steht auf der “guten” Seite, das eigene Haus wird nicht wegen eines Wolkenkratzers abgerissen, das eigene Geld reicht f├╝nfmal so weit wie daheim bzw. das der meisten Chinesen in meiner Position, bei diesem Statusgewinn kann man schnell dekandent werden. Negative Seiten von denen ich nichts sehe? Bittesch├Ân: Hier und hier.

Das sch├Ânste an ein paar Monaten in Shanghai ist wohl das Gef├╝hl, wie es sich in Deutschland zu Wirtschaftswunderzeiten gelebt haben mag. Gestern hatte man nix, heute gibt es alles. Und man kann es sich auch zunehmend leisten. Altes wird abgerissen, Betonkl├Âtze hingestellt (und wie bei uns wir man in 20-30 Jahren vieles davon als Baus├╝nde sehen, was heute eben noch modern ist, und froh auf das restaurierte Alte sein). Und auch Umweltbewusstsein setzt sich durch, schlie├člich gibt es nun eine gutsituierte Mittelschicht, die nun auch Bock auf saubere Luft und Gr├╝nfl├Ąchen hat.

Aber politisch soll mein Reisebericht nicht enden. Ich schlie├če lieber mit ein paar Panoramafotos aus den vergangenen Monaten!